Denkpest und der Duft des Geldes

12.01.2022 von Christian Zehenter

Omikron ist besonders ansteckend, aber auch besonders harmlos - und betrifft laut RKI-Daten Geimpfte sogar stärker als Ungeimpfte. Während sich Länder wie der Impfweltmeister Israel daher bereits vom Impfkurs verabschieden und auf natürliche Immunitätsentwicklung setzen, marschiert Deutschland umso strammer der Impfpflicht entgegen. Denn egal, ob und wie lange die Impfung wirkt oder schadet und ob der Erreger gefährlich ist: Sie ist eitle Vaterlandspflicht und heilige Kommunion der Tugendgemeinde, Tor zur Freiheit und, wie Winfried Kretschmann pries, sogar "der Moses, der uns aus der Pandemie führt". Tatsächlich: Gegen diese Sicht gibt es keine Argumente. Denn sie ist Religion und Kult einerseits und Mittel zum Umbau der Demokratie andererseits.

Nicht im Geringsten Normalität

Wer glaubte, als Geimpfte/r Freiheit und Normalität zu erlangen, wurde bereits enttäuscht - und wird es weiterhin werden. Denn nie in der Geschichte haben Eliten freiwillig Ermächtigungen in diesem Umfang wieder zurückgegeben und plötzlich freimütig Entspannung verkündet. Sie machten jeweils weiter, bis sie scheiterten. Denn der Zweck der Macht ist die Macht. Sie macht so abhängig wie Heroin. Daher wird Gehorsam niemals zur Freiheit führen, sondern den Hof- und Machtapparat lediglich bestätigen. Wer dennoch geimpft, geboostert und geprüft ein Restaurant, Schwimmbad, Event oder eine Bildungsstätte besucht, wird einen großen Unterschied zu früheren Zeiten feststellen. Zum einen müssen Betreiber und Besucher damit leben, dass sie wie bereits ihre (Ur-)Großeltern ein Viertel ihrer Mitmenschen aufgrund biologischer Merkmale ausschließen. Der Genuss wird trotz allen Bemühens schal schmecken und das Lachen nicht so unbeschwert von der Hand gehen. Zum anderen müssen sich auch alle Gehorsamen fortan einer ständigen Überwachung und Kontrolle unterziehen, die nicht das Geringste mit Normalität und Freiheit zu tun hat - und all dies auf Grundlage von Erzählungen, die sich weitab jeder Wissenschaft und Demokratie aus totalitären Fantasien speisen.

Lobos goldenes Zeitalter

Gunnar Kaiser berichtet im aktuellen Video "Was ist bloß mit Sascha Lobo los?" über Absurditäten moderner Propaganda zur Impfung, die große Pflicht - und landet wenig verwunderlich bei Spiegel-Autor Sascha Lobo. Dieser bezeichnet die aktuelle Skepsis gegenüber den Pandemie- und Impfnarrativen als Denkpest und spricht in Zusammenhang mit der Montagsbewegung - in nur zwei Sätzen - von Esoterik-Gläubigen, "Querdenken", Rechtsextremen, Verschwörungserzählungen, Elitenhass, Antisemitismus und Umsturz. Woher kommt uns diese gifttriefende, verachtende Kraftrede selbsternannter Arbeiter- und Volksvertreter mit Entmenschlichung bestimmter Gruppen bekannt vor - wenn wir in der Geschichte zurückdenken? Niemand würde natürlich darauf kommen, dass schnödes Geld dabei eine Rolle spielt - zum Beispiel die Spende von 2,9 Millionen Dollar an den Spiegel im Herbst 2021 durch die Impf-, Verzeihung, Gates-Stiftung. In früheren Texten hat uns Sascha Lobo bereits ein goldenes Zeitalter prophezeit, in dem wir alle nach einem großen Umbau der Gesellschaft an den Segnungen der Biotechnologie und Künstlichen Intelligenz teilhaben. Er scheut keine Zeit und Mühe, dies herbeizuschreiben. Und wenn jemand nicht hören will, werden ihn Lobos Hass und Verachtung ("Denkpest") - im Sinne der Toleranz und Demokratie - schon auf Kurs bringen.

 

Bildquelle: Adobe Stock / venerala

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