Kardiovaskuläre Todesfälle liegen weit über Durchschnitt

Herzrisiken auf Höchststand

24.01.2022 von Christian Zehenter

Profisportler leben seit 2021 gefährlich, so scheint es. Fast kein Tag vergeht, an dem nicht ein Spiel oder Wettkampf abgebrochen wird, weil ein Teilnehmer mit Herzproblemen zusammenbricht. Doch ist nicht der Sport für die enorme Zunahme der Zwischen- und Todesfälle verantwortlich, denn von 2009 bis 2020 lag bei gleicher Belastung die Rate - bezogen auf Herzinfarkte - bei weniger als einem Drittel. Angeblich weiß niemand, wieso sich diese Zahl mit Anbruch des Jahres 2021 plötzlich verdreifachte. Einem Bericht auf Corona Transition zufolge hat sich die Zahl der plötzlichen Herztode unter FIFA-Spielern sogar verfünffacht. Doch nicht nur Sportler sind von der Zunahme kardiovaskulärer Ereignisse betroffen - sie stehen lediglich mehr im Blick der Öffentlichkeit als viele andere Betroffene. Wer die allgemeine Sterblichkeit betrachtet, stellt auch hier eine deutliche Erhöhung von rund 10 Prozent über das langjährige Mittel fest, und zwar nicht synchron zu Corona-Inzidenzen, sondern synchron zur Impfrate. Dennoch führen große Medien die Übersterblichkeit auf Covid-19 zurück - auch wenn diese Erhöhung außerhalb des Infektionsgeschehens, in anderen Zeiten und anderen Altersgruppen stattfindet und somit nachweislich keine Folge viraler Infektionen darstellt. So hat die Lebensversicherung OneAmerica festgestellt, dass das Sterberisiko der 18- bis 64-Jährigen (die durch Coronainfektionen kaum gefährdet sind) im vierten Quartal 2021 um rund 40 Prozent über die 5-Jahres-Rate stieg. Ein hoher Preis für eine Tugend, die der Gesellschaft vorgeblich viele zusätzliche Lebensjahre bescheren soll, tatsächlich aber heute zu den größten Herzrisiken für 0- bis 65-Jährige zählt.

 

Bildquelle: Shutterstock / Aleksandre Lupin

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