Drei Jahre Überwachung: Pädagogen wissen von nichts

Lehrer: Schwarze Pädagogik unter Coronaflagge

26.01.2023 von Christian Zehenter

Vergessen geschieht über Nacht. Doch wer vergangenes Unheil nicht betrachtet und klärt, wiederholt es ein um das andere Mal im neuen Gewand. Daher ist eine Aufarbeitung der Coronaerzählung und -Maßnahmen so dringend notwendig. Zumal: Viele Bußgelder und Strafen gegen Corona-Abweichler werden auch heute noch verhängt – rückwirkend, um Verjährung zu vermeiden. Und die WHO und Drostens und Faucis dieser Welt sind gerüstet, um auf Zuruf bzw. bei Alarmflaute die nächste Pandemie auszurufen – mag sie MERS, West-Nil-Fieber, Affenpocken oder neuartige Influenza heißen. Daher sollten wir die Rolle aller Akteure beleuchten und verstehen lernen, warum sie so gehandelt haben.

Hygienediktat vor Menschlichkeit: Schulen und Lehrer rigoros

Wie suggestibel und zugleich erbarmungslos der Mensch werden kann, wenn es um religiöse Wahrheit, Zugehörigkeit, Tugend, Urängste und Identität geht, zeigten große Teile der Lehrerschaft in den Jahren 2020–2023. Ihnen vertraut die Gemeinschaft in Deutschland rund 11 Millionen Schüler an – in dem Vertrauen, dass ihre Kinder dort Freiheit, Entwicklung, Mitgefühl und eine solide Ausbildung erfahren. Doch gemessen an ihrem rigorosen Vorgehen und den ebenso rigorosen Äußerungen, konnte den meisten Lehrern in den letzten Jahren kein Lockdown lang genug, keine Maßnahme gegen ihre Schüler hart genug sein. Es schien, als hätten sich die meisten Pädagogen ein lebenslanges, streng überwachtes und sanktionsbewehrtes Hygienemanagement gewünscht, eine Vereinzelung ihrer Schüler in einem autoritären, technokratischen System, das jeden von ihnen als Gefährder betrachtet, testet, gentechnisch behandelt und isoliert, wo immer dies möglich ist. Wohlgemerkt: Ein kleiner Teil der Lehrer widersprach diesen Maßnahmen – doch dieser wurde binnen Wochen bis Monaten entfernt, gab auf – oder passte sich stillschweigend an.

Viele Pädagogen schienen Freude an Überwachung und Autoritarismus zu finden

Zwar „erlaubten“ viele Lehrer auch einmal eine Lockerung der Maskenpflicht hinter geschlossenen Klassenzimmertüren oder ein Schließen der Fenster bei eisigen Wintertemperaturen. Der Großteil der Lehrkräfte schien jedoch geradezu Freude über den neuen Autoritarismus und Totalitarismus zu empfinden (und sehr aktiv mitzuwirken) – auch über das komfortable Unterrichten vom heimischen Schreibtisch aus und die unverhoffte Macht als Polizei für eine höhere Sache. Dies taten dieselben Lehrer, die im Geschichtsunterricht ihren Schülern zuvor einimpften, dass dies nie wieder geschehen dürfe und man sich jedem autoritären Regime und seinen Erzählungen widersetzen müsse. Doch dann konnten sie gar nicht schnell genug Absperrband aufspannen, Lüftungsregeln und Schulbesuchsverbote erlassen, Masken, Abstände und Quarantäne verordnen und ihre Schüler überwachen und zur Impfung nötigen – und Abweichler öffentlich ausgrenzen und diffamieren.

Live-Studie: "Wie schnell werde ich zum schwarzen Pädagogen"

Lehrer erlebten, wie Kinder und Jugendliche durch ihre Maßnahmen krank wurden und sich manchmal sogar das Leben nahmen - nahmen das aber für die große Sache in Kauf. So wurden die meisten Pädagogen zum traurigen Gegenstand ihres eigenen Feldversuchs, der etwa lauten könnte: "Wie lange kann ich als Pädagoge einem autoritären, verfassungsfeindlichen System mit seinen Bedrohungs- und Erlösungserzählungen widerstehen, wenn (anscheinend) alle mitmachen?" oder kurz: "Wie schnell werde ich zum schwarzen Pädagogen?" Viele traten dem neuen System begeistert bei, bevor sie darüber überhaupt nachdenken konnten (nur eine kleine Zahl Lehrer blieb standhaft - viele, möglicherweise die meisten von ihnen verloren oder verließen ihre Stelle).

Kinder wurden krank gemacht - Lehrer und Schulen wissen von nichts

Nun aber, da die Aufarbeitung im Raum steht, will keiner mitgemacht haben - oder hat es gar nicht als so tragisch erlebt. Häufig werden die bereits widerlegten Narrative wiederholt - so haben Masken, Abstände, Impfungen und Schulschließungen "sicherlich dabei geholfen, dass es uns nicht schlimmer getroffen hat". Oder "wir wussten es eben nicht besser". Woher kennen wir dieses Beschönigen und Bagatellisieren im Rückblick? Autor und Lehrer Bernd Schoepe schreibt dazu auf den Nachdenkseiten: "Die Kinder wurden zu bloßen Objekten obrigkeitsstaatlich agierender Regierungen degradiert. (...) Ein befreundeter Kollege erzählt mir von der Situation in seinen Klassen. Ein Drittel der Schüler seien in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung. Massiv treten auf: Schlafstörungen, Depressionen, Lethargie, Antriebslosigkeit, völlige Hilf- und Orientierungslosigkeit in praktischen Dingen. (...) Jetzt hüllen sich Schulleitungen, -kollegien, -behörden und Lehrerverbände in beharrliches Schweigen, und man will nichts mehr von Corona hören. (...) Statt die Größe zu haben, wenigstens jetzt Einsicht in ihr falsches und fehlgeleitetes Handeln zu zeigen und mit der Reflexion des eigenen Versagens zu beginnen, tun die Pädagogen entweder so, als sei nichts, zumindest nichts Einschneidendes geschehen („Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“) oder als hätte man ja nicht besser wissen können, was einer ganzen Generation mit der schwarzen Corona-Pädagogik angetan wurde. (...) Längst liegen hinreichend Beweise dafür vor, dass das offizielle Corona-Narrativ durch massive Täuschungen der Öffentlichkeit, Manipulationen und Betrügereien und mittels eines Ineinandergreifens von Strukturen institutionalisierter Korruption aufrechterhalten wurde. (:::) So lange Pädagogen immer noch keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und es die Regierung bei Placebo-Maßnahmen und Alibi-Veranstaltungen zum vermeintlichen Ausgleich ihres schlimmen Versagens gegenüber Kindern-und Jugendlichen belässt, werden die psychischen Schäden des Pandemieregimes nicht gemindert werden können. Das würde zuallererst einmal voraussetzen, dass man sich bei den Opfern entschuldigt."

Foto: Adobe-stock, terra.incognita

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