Wer Spaltung säht, wird Spaltung ernten

05.01.2022 von Christian Zehenter

Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung gilt: Wer sich für die Einschränkung von Freiheit, Freude, Entspanntheit und Menschlichkeit in seiner eigenen Gemeinschaft einsetzt, wird ab sofort auch selbst weniger Freiheit, Freude, Entspanntheit und Menschlichkeit erfahren. Und wer sich für Kontrolle, Überwachung, Zensur, Bestrafung, Hass und Spaltung einsetzt, wird diesen fortan im eigenen Leben immer öfter begegnen und möglicherweise zeitnah in einem selbst errichteten Gefängnis sitzen - im konkreten wie im übertragenen Sinne. Dies ist jedoch in einer digitalisierten Gesellschaft kaum zu vermitteln, die sich hauptsächlich am süßen Geschmack (sprich: schneller Belohnung) orientiert, bunt bebilderte, mundgerechte 1000-Zeichen-Beiträge für die Realität hält und ihre Lebensgestaltung Apps überlässt. Eine von sich selbst betrunkene Elite aus Konzernen, Milliardären, ihren Stiftungen und Alimentierten, politischen Kaderschmieden, milliardenschweren NGOs, Tugendwächtern und einem willfährigen wissenschaftlich-institutionell-politmedialen Hof-Apparat hat die Gesellschaft gespalten und den Kampf gegen Andersdenkende und -lebende ausgerufen, sogar wenn diese die Mehrheit darstellen. Als dies in Deutschland zuletzt in diesem Ausmaß geschah und Menschen aus Restaurants, Bildungseinrichtungen, Berufen und Verkehrsmitteln ausgeschlossen wurden, fielen bald darauf Bomben auf das eigene Dach - absehbar und zwangsläufig als Folge des eigenen Handelns oder Duldens. Wie damals ist das Grundgesetz heute Makulatur - ganz unabhängig von Viren. Denn Viren können keine Freiheitsrechte einschränken - und diese auch nicht durch ihr eigenes Verschwinden wieder aufleben lassen. Viren sind Teil unseres mikrobiologischen Ökosystems, mit dem wir leben und immer leben werden - ob wir wollen oder nicht. Am Ende eines langen Lebens, in einem schwerkranken, hochbetagten Zustand, sind sie eine natürliche Todesursache (ohne Todesursache gäbe es keinen Tod), für Gesunde sind sie im Allgemeinen ungefährlich. Allerdings kann selbstverständlich jeder Mensch - auch ein gesunder - an jedem Einfluss sterben - vom mikrobiologischen Keim bis hin zu Wiener Würstchen (man spricht dann von Bolustod). Glücklicherweise ist dies die Ausnahme, zumal bekanntlich nicht die Angst vor dem Tod (und seine Vermeidung), sondern die Lust am Leben das Leben ausmacht. Also nicht Safety first, sondern Safety third. Denn leben ist die gefährlichste aller Tätigkeiten: Sie endet immer tödlich. Zwar sind vor diesem Hintergrund die Bestrebungen erklärbar, leben aus Gründen der Sicherheit zu verbieten, doch sie werden nichts nützen - und schon gar nicht mehr Lebensjahre bescheren - so viele Menschen man auch einsperrt, trennt, ausgrenzt, distanziert, mit Maske versieht oder impft (die Inzidenzen im Winter scheinen sogar eher proportional zur Zahl der Impfungen zu steigen - laut Versprechungen sollten sie bei der aktuellen Impfquote bei Null liegen).


So sensibel ist nun die Stimmung bei den Protagonisten des Pandemienarrativs, dass sie mit Zensur und Ausgrenzung sogar die eigene Gemeinde lichten, um als mahnendes Beispiel und zum Schluss eigener Reihen jeden Abweichler zu sanktionieren und sozial auszumerzen. So wurde das Twitterkonto eines der Erfinder des mRNA-Impfstoffs, des Molekularbiologen Dr. Robert Malone, gesperrt - offenbar, weil er schrieb, dass das Durchlaufen einer Coronainfektion einen deutlich besseren Impfschutz hinterließe als die Impfung. Seine halbe Million Follower war somit per Klick aus dem Netzwerk verschwunden. Die Alleinstellung der "heiligen Kommunion" anzuzweifeln, fällt heute unter Häresie und wird mit dem (sozialen) Scheiterhaufen bestraft. Was viele der Täter jedoch vergessen: Sie müssen auch selbst in der Welt leben, die sie auf diese Weise gestaltet haben.

 

Bildquelle: Adobe Stock / jorisvo

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